Dienstag, 16. Dezember 2008

in Margaret River und um Margaret River drumrum

Hallo zusammen,

ich muss sagen, bisher waren wir ziemlich ausgeglichen – zumindest in unseren Reiserichtungen (sonst natürlich auch). Diesmal war nämlich mal wieder die südliche Richtung an der Reihe. An unserem Ziel von vor zwei Wochen mehr oder weniger vorbei sind wir am Freitag Abend zu unserem ersten Etappenziel gefahren: Busselton. Busselton ist besonders stolz auf den längsten hölzernen Pier der südlichen Hemisphäre. Allerdings läuft man die meiste Zeit auf Betonplatten, auch wenn der Unterbau hölzern ist. Von dort aus konnten wir einen wunderbaren Sonnenuntergang beobachten.


Jetty

Die südlichen Hundert Kilometer der Westküste sind etwas in den Westen gerückt, so dass hier zwei Caps entstehen, das nördliche davon ist das Cap Naturaliste. Wer sich meine äußerst plastische Beschreibung nicht vorstellen kann, ziehe bitte einen Atlas zu Rate. :)
An dem Cap Naturaliste steht ein winzig kleiner Leuchtturm, den wir nicht besichtigt haben, dafür sind wir ausgiebig um ihn herum gewandert und sind so das Cap abgelaufen. Hier habe ich meine ersten Surfer in natura gesehen - es gibt sie also wirklich.

Cap Naturaliste

Übernachtet haben wir die zweite Nacht auf einem Buschcampingplatz, durch den sogar ein Känguru gehüpft ist. Eine halbe Stunde nach der Begegnung mit dem Känguru gab es Kängurusteak zum Abendessen - schließlich empfiehlt der höchste Umweltberater der australischen Regierung, mehr Kängurufleisch zu essen (statt Rindfleisch natürlich).


Früstück mit Zelt


Ein ausgesprochenes Highlight war der Besuch der Giants Cave. In der Gegend von Margaret River gibt es einige Tropfsteinhöhlen, darunter eben auch die Giants Cave, die für Besucher freigegeben ist. Man durchläuft sie nicht im Rahmen einer Führung, sondern bekommt einen Helm und eine Lampe in die Hand gedrückt und erkundet die Höhle auf eigene Faust. Und auch wenn immer klar ist, wo der Weg langgeht und auch klar ist, dass vorher schon zig Tausende diese Höhle besucht haben, kommt beim Ausleuchten der Höhlen und Hochkraxeln von Leitern durch Felspassagen schon so ein klein bisschen Entdeckerfieber auf. Hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht!

Eingang

kann man denn wirklich oben/unten schielen?!


Auf dem Heimweg haben wir einen Abstecher zu einem 1838 erbauten Farmershaus gemacht. Georg Layman hat das ihm zugewiesene Gebiet Wonnerup genannt. Warum er das getan hat, ist mir allerdings nicht ganz klar geworden, das heißt nämlich „Platz der Grab- oder Kampfstäbe der Frauen“. Angegliedert war eine Ein-Lehrer(in)-Schule, in der eine Australien-Karte von 1946 hing, an der man die Einwohnerzahlen der einzelnen Staaten ablesen konnte. Das Northern Territory hatte zum Beispiel nur 5000 Einwohner. Allerdings war die Schule zum Erscheinungsdatum der Karte schon 35 Jahre geschlossen.


Schul- und Lehrerhaus

So, nächste Woche geht es erst einmal in den Osten, Abwechslung muss sein!
Viele Grüße!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wow, ich werd richtig neidisch... ;-)
Hört sich ja super an, was du hier alles erzählst! :-) Wünsch dir auf jeden Fall noch ne schöne Zeit da drüben!!! =)
Liebes Grüßle