Hallo zusammen,
hm, wo soll ich denn anfangen, ist schon eine Weile her, dass ich mich gemeldet habe…
Am 26.1. war Australia Day, der Tag an dem die Landung der ersten Siedler gefeiert wird. Uns wurde gesagt, wir müssten auf jeden Fall Lamm essen, schließlich wäre Australien nicht zu dem geworden, was es heute ist, ohne Schafe. Warum man sie dann zum Dank an „ihrem“ Tag essen muss, leuchtet uns zwar nicht ein, den freien Tag haben wir trotzdem genossen. Wir haben das durch den Feiertag entstandene lange Wochenende dazu genutzt um uns die Wälder im Süden anzuschauen. Und was für Wälder das sind! Aber von der Kletterei auf den Feuer-Ausguck-Baum, von ausgebrannten Bäumen mit 20m Umfang, von 70m hohen Bäumen, von Äste abwerfenden Bäumen, von Bäumen, die aus einem Stein wachsen, von Wanderungen im und über dem Wald müssen wir euch persönlich erzählen.
Die letzten beiden Wochenenden haben wir zwei Inseln besucht. Die erste war die Penguin-Insel, eine wirklich sehr kleine Insel (gerade mal 12ha), auf der über 2000 (hoffentlich habe ich das jetzt noch richtig in Erinnerung) wilde Pinguine leben sollen – die kleinste Pinguin-Art überhaupt. Gesehen haben wir nur zwei, der Rest hat sich gut im Buschwerk vor der Hitze versteckt.
Die zweite Insel, die wir besuchten, war Rottnest Island. Sie war deutlich größer als die Pinguin-Insel, was ja kein Kunststück ist, und im Gegensatz zu der Pinguin-Insel konnte man nicht zu ihr rüberlaufen, sondern wir sind ca. eine halbe Stunde mit der Fähre gefahren. Ihren Namen (Ratten Nest) hat die Insel von den Niederländern bekommen, die die Insel als erste besuchten und die darauf lebenden Quokkas (kleine Beuteltiere, auch Kurzschwanzkänguru genannt) für Ratten hielten. Als wilde Tiere kann man die Quokkas dort schon gar nicht mehr bezeichnen, ein Exemplar hat sogar versucht, Johannes´ Rucksack leer zu räumen. Wir haben uns Fahrräder geliehen und sind einmal rund um die Insel gefahren mit einem Abstecher ins „Inselinnere“ zu einem Aussichtspunkt, mit einem Geschütz aus dem 2. Weltkrieg. An schönen Stellen haben wir immer wieder Pause gemacht, Martin hat seine Schnorchelausrüstung noch einmal ausprobiert, Eis haben wir auch gegessen, insgesamt hattet wir einfach einen schönen Tag.
Die Zeit ist in den letzten drei Wochen einfach nur so davon gerannt. Jetzt ist das Auto verkauft, die Schlüssel sind abgegeben, die Daten von den Computern hier gesichert. Morgen werden wir das Land, in dem verdorrter Rasen mit grüner Farbe angespritzt wird, wieder verlassen. Eine Zwischenstation gibt es in Singapur, wo wir den Samstag Abend und den Sonntag verbringen werden, und am Montag sind wir schon wieder zu Hause.
Vielen Dank an Tobias, der uns unseren Aufenthalt hier in Perth ermöglicht hat!
Bis bald!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen